Maßgeblich zum Erfolg beigetragen haben neben zahlreiche Studierende der Biologie der Universität Graz auch Mitarbeiter:innen des Universalmuseum Joanneum, die gemeinsam mit Forschenden, Naturinteressierten und engagierten Citizen Scientists tausende Beobachtungen gesammelt haben.
Die City Nature Challenge ist ein weltweit gleichzeitig stattfindender Citizen-Science-Wettbewerb (Bioblitz), bei dem Städte und Regionen ihre biologische Vielfalt dokumentieren. Gegründet wurde die Challenge von der California Academy of Sciences und dem Natural History Museum of Los Angeles County. Seit dem Start im Jahr 2016 mit nur zwei Städten entwickelte sich die CNC zu einem globalen Biodiversitätsprojekt mit mittlerweile hunderten teilnehmenden Regionen.
Im Zentrum der Datensammlung steht die Plattform iNaturalist, über die Beobachtungen wildlebender Tiere, Pflanzen und Pilze per App oder Website hochgeladen und von Expert:innen aus aller Welt bestimmt werden können.
2026 beteiligten sich weltweit mehr als 100.000 Menschen aus über 750 Regionen und dokumentierten gemeinsam fast 2,9 Millionen Naturbeobachtungen. Graz und die Steiermark konnten dabei mit herausragenden Zahlen überzeugen:
über 60.000 Beobachtungen innerhalb von nur vier Tagen
mehr als 5.000 dokumentierte Arten von Tieren, Pflanzen und Pilzen
rund 4.660 Beobachtungen in Forschungsqualität, die bereits von Spezialist:innen verifiziert wurden
Besonders erfreulich: Unter den dokumentierten Arten befinden sich mindestens ein Neunachweis für Österreich der “Ameisenlöwe”. Die wissenschaftliche Auswertung der Daten läuft derzeit noch.
Der Erfolg zeigt eindrucksvoll, wie stark sich Studierende der Universität Graz in Forschung, Biodiversitätsdokumentation und Citizen Science engagieren. Gemeinsam mit Mitarbeiter:innen des Universalmuseum Joanneum leisteten sie einen wesentlichen Beitrag dazu, Graz international an die Spitze der City Nature Challenge zu bringen.
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